Totenkult - Mumifizierung I


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Die Entwicklung der Mumifizierung
Anubis am Sarg
Um 3000 v. Chr. wurden die Toten in Fellen oder Matten eingehüllt und im heißen Wüstensand beigesetzt, so wurden die Leichen natürliche mumifiziert.
Im Alten Reich wurden die Organe entnommen. Bei diesen Mumien blieben Gewebereste und Knochen übrig. Die Leinen hingegen sind in einem guten Zustand. Hier konnte man schon erkennen wie wichtig es den Alten Ägyptern gewesen sein muss, dass ihre Körper auch nach dem Tode erhalten bleiben. Auf den Leinen wurden Gesicht, Brüste und Genitalien nachgezeichnet.
Im Mittleren Reich ging man sogar soweit das Gehirn zu entfernen. Dies wurde aber nur bei sozial hoch angesehenen Menschen getan. Der Körper wurde hier mit Sägespänen oder Leinen gefüllt. Im Neues Reich wurden bei allen das Gehirn entfernt, hier gelang es den Körper sehr gut zu konservieren. Von der 21. - 24. Dynastie legte man die mumifizierten Eingeweide, versehen mit einer Wachsfigur des jeweiligen Horussohnes, wieder in den Körper zurück.
Die Verstorbenen wurden nun in der römischen Zeit nicht mehr sorgfältig mumifiziert. Mumifizierungen dauerten noch bis in die christliche Zeit an. Selbst koptische Mönche bestanden darauf, bis die Kirche den heidnischen Brauch verbot.