Der Mensch wird zusammen mit dem Ka geboren, das ist seine Seele, sein Geist die gesamte individuelle Lebenskraft. Beim Tod verlässt ihn das Ka und will der Verstorbene im Jenseits weiterleben, so muss er sich seiner Lebenskraft erneut vereinigen. Er geht zu seinem Ka. Im Grab wird dem Ka eine mit Namen und Berufsbezeichnung des Toten beschriftete Statue als Wohnung angeboten, Essen und trinken stehen bereit, damit sich die Lebenskraft stärken kann. Nachdem das Ka seinen Hunger und Durst gestillt hatte, verzehren die Priester mit dem Spruch "Für dein Ka" die Opfergaben, das war der Lohn für ihre Arbeit. Der Ba war wichtiger als das Ka, es trat erst nach dem Tod auf. Dargestellt als Vogel mit Menschenkopf. Es symbolisiert die Bewegungsfreiheit. Der Ba-Vogel sollte dem leblosen Körper jene Bewegungsfreiheit wieder einhauchen, die der Tote auch als Mensch besaß. Angelockt werden sollte er mit Wasser, so wurden an den Grabstätten Schüsseln mit Wasser aufgestellt werden. Oder es wurden Brunnen gebaut, was aber eine Herausforderung war im Wüstenland Ägypten. Das Ach war auch eine bewegliche Lebenskraft, die den Sonnenstrahl bezeichnet und ein schöpferisches Element ist. Dieses Element wurde zu Lebzeiten angeeignet, durch den Erwerb von Wissen. Kultische Handlungen am Grab und Innenschriften auf dem Sarg fordern die Götter, vor allem Osiris und Re auf, den Verstorbenen zum Ach zu verklären. Mit dem Namen wirksamer Ach bezeichneten die Ägypter ein Gespenst. Ein Ach benötigte keine Opfergaben mehr um wirksam zu bleiben.