Totenkult - Uschebti


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Uschebti
Auch im Jenseits gab es Pflichten, die so genannten Fronarbeiten, so blieben auch Pharaonen nicht davor verschont in der Landwirtschaft zu arbeiten. Der Pharao sollte im Jenseits für sich selbst sorgen und zeigen, dass auch er Handanlegen konnte. So zeigen ihn Darstellungen im Grab beim Pflügen, Säen und Ernten in den üppigen Gefilden des Jenseits. Nur von den lästigen Fronarbeiten, dem ewigen Bewässern und Wegschaffen des auf den Feldern liegenden Sandes, wünschte der Tote erlöst zu werden. Diese unerwünschten Tätigkeiten überließ er seinen Totenfiguren, deren Aufgabe es war, sie an seiner Stelle zu erledigen. Jede Uschebti trägt ihre eigenen Hieroglyphen, jede soll für einen Tag stehen, insgesamt waren es 365 Figuren und 36 "Aufseher Uschebtis". Im Grab Tut-anch- Amuns befanden sich insgesamt 417 dieser Totenfiguren, im Grab Sethos I. sollen es sogar rund 700 gewesen sein. Einzelne Uschebtis wurden in kleinen Särgen gefunden. Größere Mengen bewahrte man in Uschebti-Holzkästen auf. Im späten Neuen Reich verwendete man bauchige Gefäße (Uschebti-Kanopen). Uschebti-Kästen wurden als Haus aufgefasst, in dem die Figuren wohnen. Diese Häuser können dann auch noch als Modelle der Grabanlage verstanden werden, weil man um sie herum eine Art Scheinbegräbnis initiiert hatte. Dementsprechend wird der Uschebti als Bildnis des Verstorbenen zu verstehen sein.